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Re: [linux-support] Re: [linux-bern] Fehlermeldung...



On Mon, Feb 01, 1999 at 10:02:33AM +0100, Stefan Haller wrote:
> Hallo

lilo,

> An den RAMs lag es definitiv nicht, da die Meldung mit jeder
> RAM-konstellation erschien, auch mit den Original-RAMs, die vorher drin
> waren. Ich habe aber herausgefunden, dass das modul nfs.o unter
> /lib/modules/2.0.34/net/ (wenn ich mich richtig erinnere) offenbar einen
> fehler hatte. Nachdem ich das Binary-Image von Debian deinstalliert hatte,
> kam diese Meldung nicht mehr...
> Ok, aber leider noch keine Lösung...
> Beim booten erscheint: Loading Modules: could not find module nfs (oder so
> ähnlich).
> 
> Nun meine Fragen hierzu:
> Wieso will er beim booten dieses Modul laden? Ich habe nfs direkt in den
> Kernel kompiliert. Und: Wie gewöhne ich ihm diesen Ladeversuch ab?

"nfs" eintrag in /etc/modules auskommentieren. idealerweise steht dort
sowieso nur "auto" und alles andere ist auskommentiert.

> Wenn es dieses Modul braucht, dann hätte es doch nach dem
> `make modules && make modules_install` installiert werden sollen, oder?

yep, nur ist die physikalische installation eines modules und die
konfiguration des modutils-pakets, welches fuer das laden/entladen der
module zustaendig ist, zwei verschiedene paar schuhe. zumindest bei version
< 2.1 .

allgemeine frage: wie installierst du die von hand gedrehten kernels? man
sollte unter debian auch die eigenen kernel/module mit einem .deb
installieren, um die vorzuege eines packet-managment-systems geniessen
zu koennen. umgehst du dieses vorgehen, koennen eben solche probleme
auftreten, dass du alte module installiert hast, welche nicht mehr zum
aktuellen kernel kompatibel sind. 

normalerweise ist folgendes vorgehen angesagt, wenn du unter debian
deine eigenen kernel kompilierst:

- installation des kernel-source-VERSION.deb

  den kernel-source nur als paket installieren und nicht von hand, wenn dir
  ein sauberes packet-managment am herzen liegt.

- /usr/src/linux und /usr/src/linux-VERSION sind zwei symlinks, die auf das 
  richtige /usr/src/kernel-source-VERSION verzeichnis zeigen sollten.

- cd /usr/src/linux und make {config,menuconfig,xconfig}

- make-kpkg clean (muss in /usr/src/linux ausgefuehrt werden)

- (als root) make-kpkg --revision=custom.1.0 kernel_image

  nach diesem schritt gibt's in /usr/src/ ein
  kernel-image-VERSION_custom.1.0_i386.deb, welches neben dem kernel auch
  die module und andere dinge (z.b. System.map) enthaelt.

- installation des neuen kernels mit dpkg -i
  /usr/src/kernel-image-VERSION_custom.1.0_i386.deb .

  bei diesem schritt wird der alte kernel, sofern als .deb installiert,
  nun korrekt mit der neuen version ersetzt. 

- unverzuegliches reboot, wenn VERSION = `uname -r` . 

  nachdem die neuen modules installiert wurden, koennen in verbindung mit 
  dem kerneld(8) natuerlich probleme auftreten, da die module in 
  /lib/modules/VERSION/ nicht mehr dem aktuellen kernel entsprechen.


mehr informationen findest du allgemein in /usr/doc/kernel-source-VERSION/
oder im speziellen in /usr/doc/kernel-source-VERSION/debian.README.gz .

> Irgendwie schnalle ich den Boot-Vorgang noch nicht so recht....
> Wo gibt man an, welche Module geladen werden sollen?

- in /etc/modules . man 5 modules

- das konfigurationsfile fuer modprobe(1) ist /etc/conf.modules (ein
  symlink auf /etc/modutils/conf.ARCH .

- mehr infos zum handling der module stehen in den dokus unter 
  /usr/doc/modutils/

- abschnitt 10 und 11 in der debian-FAQ helfen dir vielleicht auch noch
  weiter:

  ftp://ftp.debian.org/debian/doc/FAQ/debian-faq-10.html (kernel)
  ftp://ftp.debian.org/debian/doc/FAQ/debian-faq-11.html (custom installation)

  oder lokal unter /usr/doc/debian/FAQ/ , sofern das "doc-debian" 
  paket installiert ist.


	- Filzlaus
-- 
chiba:~# for BILL in 6 6 6; do nuke; done
It took 124 years to destroy the world.
It took 42 years to destroy the world.
You win!  500 years without destruction!